Lexikon – Niacin


Niacin (Vitamin B3)

Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine zählt und daher auch als Vitamin B3 bekannt ist. Niacin kommt in allen lebenden Zellen des menschlichen Körpers vor und wird hauptsächlich in der Leber gespeichert. Der Körper kann Niacin in kleineren Mengen selbst herstellen, allerdings wird der Großteil des vom Menschen benötigten Niacins über die Nahrung aufgenommen. In unserer Ernährung kommt Niacin in zwei verschiedenen Varianten vor: als Nikotinamid und als Nikotinsäure. Im Körper werden diese beiden Niacin-Formen gemeinsam mit anderen Stoffen zu Co-Enzymen zusammengebaut. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass Niacin zu einem gesunden Stoffwechsel und der Funktion des Nervensystems beiträgt. Darüber hinaus hat Niacin einen positiven Effekt auf die Erhaltung der Haut und der Schleimhäute. Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Niacin trägt teils auch dazu bei, Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen vorzubeugen und entgegenzuwirken.

Wie kommt Niacin in unseren Körper?

Um eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Niacin sicher zu stellen, ist es daher wichtig, mehr über die Entstehung dieses essentiellen Vitamins zu erfahren. Niacin kann in kleinen Mengen aus der Aminosäure Tryptophan vom Körper selbst gebildet werden. Dadurch wird jedoch nur ein kleiner Teil des Tagesbedarfs gedeckt, das restliche Niacin muss zusätzlich mit der Nahrung aufgenommen werden. Reich an Niacin sind dabei vor allem tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch oder Innereien. Pflanzen enthalten tendenziell einen geringeren Anteil Niacin, welches noch dazu schlechter vom Körper aufgenommen kann. Für Vegetarier und Veganer eignet sich als guter pflanzlicher Niacin-Lieferant Bohnenkaffee. Bei Bedarf kann Niacin auch in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen werden.

Nahrungsergänzungsmittel Niacin – Einnahme und Dosierung

Für Menschen, die an einem Niacin-Mangel leiden, kann die Einnahme von Niacin-Präparaten hilfreich sein. Dabei ist es wichtig, sich an die empfohlene Dosierung von etwa 15 Milligramm pro Tag zu halten. Bei der Einnahme von deutlich größeren Mengen (ab ungefähr 500-2500 Milligramm) kann es zu einer Überdosierung kommen. Diese Überdosierung wird auch Hypervitaminose genannt und kann unter anderem Blutdruckabfall und Schwindelgefühle zur Folge haben.